Jan
21
2011
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Zaunwinde
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| Foto: Ulrike Jonack |
| © RedAch / PIXELIO |
Das Verb wenden hat allerlei Ableitungen. Sie verbergen sich auch hinter den unterschiedlichen Ablautfolgen der unregelmäßigen Stammformen, die neben den regelmäßigen bestehen: wenden, wandte, gewandt – wenden, wendete, gewendet.
Parallelen gibt es bei den präfigierten Verben abwenden, aufwenden, einwenden, verwenden, anwenden, entwenden, sich zuwenden es dabei bewenden lassen. [1]
Wann die schwache Verbform, wann die starke angewendet oder angewandt wird, hat mit der Sprach- und Abstraktionsebene zu tun. Generell gilt: Je konkreter und alltäglicher, desto eher verwendet man die regelmäßige Form, je abstrakter und hochsprachlicher, desto eher wählt man die unregelmäßige Form.
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Jan
13
2011
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Nach Noten spielen
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| Foto: birgitH |
| © BirgitH / PIXELIO |
Ob ein Wort als Kompositum, also als Einheit, zu verstehen ist oder als Wortgruppe, die ihrem Sinn nach eng zueinander gehörige Wörter verklammert, entscheidet sich überwiegend an der Betonung.
Man kann der klassischen Rechtschreibung irrigerweise zuviel tun, indem man Zusammenschreibungen erfindet, die den Betonungsregeln im Deutschen zuwiderlaufen. Solche Wortgebilde, als Kompositum aufgefasst, sehen nicht nur unübersichtlich, sondern auch irreführend und unverständlich aus.
Die Betonung gibt den entscheidenden Hinweis, ob getrennt oder zusammengeschrieben wird. Zusammensetzungen – Komposita – erkennt man an ihrer Betonung. Üblicherweise wird der erste Bestandteil des Kompositums betont, Bahnhofsplatz, Bahnhofsvorplatz, Güterbahnhofsvorplatz – Hafengebäude, Flughafengebäude, Militärflughafengebäude – Abflughalle, Abflugschalterhalle, Charterabflugschalterhalle.
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Jan
11
2011
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Leopard
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| Foto: Olaf Schneider |
| © olsc / PIXELIO |
Ein Wortgebilde, das aus mehreren Wörtern besteht, heißt Kompositum. Das bedeutet zusammengesetztes Wort. Solche Wörter schreibt man ihrer Definition gemäß zusammen. Im Deutschen sind Komposita allgegenwärtig und hochproduktiv. Hier geht es um adjektivische, attributiv und prädikativ gebrauchte Komposita aus Substantiv und Partizip I, z. B. seelentröstend, herzerfrischend, unmutverursachend.
Die konkrete Auffassung ist inhaltlich gebunden. Danach folgt die Getrenntschreibung einem näher bestimmbaren, Vorgang. Den Unterschied zwischen ständiger Eigenschaft und tatsächlichem Tun stellt man durch die Schreibung dar. In einem solchen Fall verliert sich die Auffassung als ein Kompositum, es handelt sich nunmehr um eine Wortgruppe.
Die Getrenntschreibung verweist auf eine Konkretisierung, eine Definition oder die aktuelle Darstellung eines Vorgangs oder Zustandes:
“Die Zecke befand sich Blut saugend im Fell der Katze.”
“Der Leopard lag Fleisch fressend auf einem Ast.”
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Dez
18
2010
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Winteralster
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| Foto: Boris Goltzsch |
| © GBorisHH / PIXELIO |
Ein Adventsspaziergang im leise rieselnden Schnee, das war meine Idee an einem untypisch klirrend kalten Hamburger Dezembernachmittag. Das Ziel war die Alster mit ihrer weiten erstarrten Wasserfläche, ein Anblick, der in den letzten Jahren rarer geworden ist.
Wohlverpackt und mit trittsicheren Stiefeln machte ich mich auf den Weg durch das noch nachmittagshelle Harvestehude. Weit freilich kam ich nicht.
Denn beim Überqueren des Mittelwegs traf mich das Schicksal wie eine gerade Rechte. Ich schlug ungebremst aufs Pflaster, mein Kiefer krachte, mein Kopf war dumpf. Aber ich fühlte nichts. Einen Moment lang sank ich zurück auf den glänzenden Asphalt, dann kam ein Kind, reichte mir die Hand, ging mir voraus und fragte, ob ich nicht ein Handy dabei hätte. Hatte ich nicht und schämte mich zugleich für meine unbedarfte Ausrüstung.
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Dez
06
2010
Kongruenz bedeutet die Übereinstimmung in Geschlecht, Anzahl und Fall. Im Lateinunterricht lautet die Formel dafür: GNK (Genus, Numerus und Kasus)- Kongruenz.
Beim Lateinlernen bezieht sich dieses Gebot zunächst auf Attribute, die ihre Endungen an das Beziehungswort anpassen. In diesem Fach geht es überwiegend um Übersetzugen. Daher ist es wichtig, die jeweilige Übereinstimmung der Endungen zu erkennen, um die richtige Beziehung oft weit voneinander entfernt stehender Zugehörigkeiten zu herzustellen..
Attribute sind Beifügungen zu Substantiven, Pronomen, Substantivierungen – also beispielsweise Adjektive. Pronomen [1], insbesondere die Possessivpronomen [2] sind im Lateinischen adjektivähnlich strukturiert, während sie im Deutschen gleichzeitig den bei Adjektiven unabdingbaren Artikel ersetzen.
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Nov
27
2010
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| Spray-Kunst in München-Pasing – Foto: Henning Hraban Ramm – © fiee.visuelle / PIXELIO |
Kausativ bedeutet verursachend. Darin steckt lateinisch causa, Ursache. Zu einer Ursache gehört eine Wirkung. Diese beiden Aspekte des Verbs spiegeln sich in dem Begriff kausativ.
Folglich ist Kausativverb ein Terminus für ein Verb, das eine Wirkung ausübt, sodass ein anderes Verb seinerseits das Ergebnis dieser Wirkung ausdrückt.
Zündet man ein Feuer an – man könnte diesen Prozess auch anbrennen nennen – brennt es. Also sind zünden, anzünden, anbrennen die von ihrer Bedeutung her, semantisch kausativen Verben, die dem Verb brennen vorausgehen. Ein vergleichbarer Zusammenhang ließe sich herstellen zwischen zeigen und sehen, füttern und fressen, essen.
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Nov
25
2010
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| Erstleseunterricht – Rechtschreibung – Foto: Stephanie Hofschlaeger – © hofschlaeger / PIXELIO |
Wie lernen Kinder lesen und schreiben? Schadet es, wenn man sie nach Gehör schreiben lässt? Prägt sich womöglich etwas Falsches ein, oder verlieren sie vielleicht die Lust am Schreiben, weil sie durch ständige Korrekturen eingeengt werden?
Kinder verkennen nicht, dass sie Anfänger sind. Sie befinden sich in einer Lebensphase, wo Lernen ihr Lebensinhalt ist. Dazu trägt ein vertauensvolles Verhältnis zu ihren Vorbildern bei.
Lehrer und Eltern sollen kindliche Werke begutachten, achten und ernstnehmen. Verbesserungen an sich sind nichts Herabsetzendes, sondern ein Zeugnis des Interesses am kindlichen Lernen. In Verbindung mit der Anerkennung der Anstrengung fördern sie das Selbstbewusstsein, vermitteln Zutrauen zum eigenen Können, spornen an. Das gelingt, indem man ihnen zeigt, wie das geht. Konzentration, Aufnahmefähigkeit und Problemlösungsfähigkeit gilt es herauszufordern.
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Nov
20
2010
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| Wahlspruch am Hamburger Rathaus (Die Freiheit, die die Älteren erwarben, bemühe sich die Nachkommenschaft würdig zu hüten.) – Foto: Torsten Roeder – GNU Free Documentation License |
Pronomen, auf deutsch Fürwort, bezeichnet eine vielgestaltige Gruppe von Wörtern, die untereinander nach ihrer Funktion unterschieden werden.
Das Wort selbst pro nomen bedeutet “für ein Nomen”. Das besagt eigentlich, dass es ein Nomen, also ein Substantiv ersetzt. Es gibt allerlei unterschiedliche Pronomen mit jeweiligen syntaktischen Aufgaben:
- Personalpronomen – persönliches Fürwort (ich, du …)
- Demonstrativpronomen – hinweisende Fürwörter (dieser, jener …)
- Possessivpronomen – besitzanzeigende Fürwörter (mein, dein …)
- Relativpronomen – bezügliche Fürwörter (der, welcher …)
- Reflexivpronomen – rückbezügliche Fürwörter (mich, dich, sich …)
- Fragepronomen – Fragewörter (wer? was? …)
- Indefinitpronomen – unbestimmte Fürwörter (niemand, nichts, etwas …)
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Nov
11
2010
Unter Kopulaverben versteht man Verben, die für sich genommen keine, oder allenfalls eine schwache, verbale Aussage haben und daher, um eine Aussage zu transportieren, mit einem Prädikativ verbunden werden.
Die typischen Kopulaverben sind sein, werden, bleiben, machen und andere, die in einer synonymen Aussage deren sinngemäßen Charakter annähernd annehmen können. Dazu zählen sich zeigen, erscheinen, wirken, zurücklassen, zurückbleiben, sich erleben, sich erfahren, sich befinden, ebenso kann man dazu zählen die Verben der sinnlichen Wahrnehmung wie fühlen, hören, sehen, etw. finden, empfinden.
In engem grammatischen Zusammenhang mit Kopulaverben stehen Kopulapartikeln.
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Nov
10
2010
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Früchte
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| Foto: Karin Jähne |
| © karin02689 / PIXELIO |
“Esst mehr Früchte!” so lautete das Motto, das auf den Tüten stand, in denen man frische pflanzliche Kost erstand. Damit war natürlich Obst gemeint.
Worin besteht der Unterschied zwischen Früchten und Obst?
Frucht ist vornehmlich ein botanischer Begriff. Er beschreibt die Frucht als Hülle der Samen, bestehend aus unterschiedlichem Material. Das können Kapseln, Hülsen, Stachelhüllen, Zapfen, Beeren oder häutige Flugvorrichtungen sein. Essbare Früchte bestehen aus Fruchtfleisch. Die darin eingebetteten Samen – Kerne, Steine – werden, wenn sie ungenießbar sind, entfernt.
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