Archive for November, 2009

Nov 22 2009

Untertan oder untertan?

Autor Gunhild Simon Kategorie Grammatik

November-Stillleben

Foto: AngelaL

© AngelaL / PIXELIO

Besonders strittig waren bei der Reform der Groß- und Kleinschreibung Wörter wie Leid, Schuld, Freund, Feind, Gram. Als Substantive sind sie unstrittig.
Wenn sie jedoch prädikativ oder adverbial mit sein, werden, bleiben, haben, machen verbunden werden, verblasst ihr substantivischer Charakter, und sie werden als unveränderlicher Teil des damit verbundenen Verbs wahrgenommen: etwas [...]

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Nov 21 2009

Beugung

Autor Gunhild Simon Kategorie Grammatik

Hamburger Hafenidyll

Foto: Harald Bock

© haraldbock / PIXELIO

Einer Vielzahl an Wortarten sehen wir uns gegenüber. Die lassen sich zunächst in zwei Gruppen teilen: Unflektierbare und flektierbare.
Unflektierbar heißt unbeugbar. Sie sind unveränderlich, z. B. Präpositionen (von, zu), Adverbien (hier, immer), gleichordnende, unterordnende und adversative Konjunktionen (und, weil, aber) Interjektionen (ja, nicht wahr), Fragepronomen (Wo?, Wie?), Abtönungs und [...]

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Nov 18 2009

Pathos und Pomp

Autor Gunhild Simon Kategorie Allgemein

Elbphilharmonie

Foto: Bernd Sterzl

© Alchemie / PIXELIO

Pathos bedeutet Kummer, Leiden, Schmerz, Krankheit. Daher dient path(o) als Wortbildungselement für ein weites Spektrum.
Das betrifft insbesondere die Medizin. Hier hat es neben Erkrankung – Pathologie, pathologisch, pathogen – auch noch die Bedeutung Heilmethode – Allopathie, Homöopathie, Osteopathie. In der Psychologie umfasst es vorwiegend ein Empfinden, wie man an [...]

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Nov 13 2009

Gentrifikation

Autor Gunhild Simon Kategorie Kultur

Hamburg – SchanzenviertelRote Flora

Foto: Marlit Hartkopf

© carpe_diem / PIXELIO

Gentrifikation. Ein neues Schlagwort! Noch steht es nicht im Fremdwörterbuch. Aber es beschreibt einen sich immer wieder erneuernden – auch aktuellen – gesellschaftlichen Prozess.
Gentrifikation – in diesem Wort stecken zwei andere: gentry, englisch, niederer Adel und -fikation, -machung oder das deutsche Suffix -ung, aus lateinisch facere, machen. [...]

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Nov 11 2009

quick und queck

Autor Gunhild Simon Kategorie Etymologie

Gemeine Quecke (Elymus repens)

Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé

gemeinfrei

“Quick”, so hieß eine Illustrierte der Regenbogenpresse. Auch aus dem Englischen ist quick geläufig – a quick squirrel, so lautete meine erste Begegnung. Das englische quick bedeutet also flink.
Auch Quecksilber, englisch quicksilver (neben mercury, Mercurium), enthält dieses Element. Uns ist quick oder queck für schnell, flink als deutsches [...]

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Nov 04 2009

Es geht um die Wurst!

Autor Gunhild Simon Kategorie Etymologie

Wurst

Foto: wrw

© wrw / PIXELIO

Was ist Wurst? Unter Wurst versteht man ein Fleischgemisch, das in eine Hülle – Tierdarm, -blase oder -magen – gestopft wird. Sie ist an den Enden verschlossen, verdreht, dann oft zusammengebunden, was die typische Ringform ergibt. Anschließend wird die Wurst gegart, gebrüht, geräuchert oder getrocknet.
Etwas zu verwursten bedeutet im übertragenen Sinn, [...]

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Nov 02 2009

Ins Narrnkastl schauen

Autor Gunhild Simon Kategorie Etymologie

Käfig

Foto: m. gade

© Johna / PIXELIO

Narrnkastl ist ein typisch österreichischer, ein Wiener Ausdruck.
Was ist ein Narrenkasten?
Narrenkasten kann eine Art Briefkasten sein, wo zu Fastnachtsbeginn närrische Vorschläge über Missgeschicke anonym zur späteren Verwertung und Vorführung gesammelt werden.
Historisch ist der Narrenkasten allerdings etwas gar nicht Närrisches, sondern ein Inbegriff schwerer Drangsal. Der Narrenkasten oder der Narrenkäfig [...]

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