Archive for Oktober, 2009

Okt 29 2009

Das weiße Band

Autor Gunhild Simon Kategorie Kultur

Die Dorfstraße

© X Verleih

“… weiße Bänder im Sonnenschein” – Zeile einer Ballade [1]. Aber damit hat der Film “Das weiße Band” nichts zu tun. Das weiße Band ist das Symbol der Unschuld und Reinheit – sichtbares und fühlbares Zeichen des Verbots der Selbstberührung.
Man schreibt das Jahr 1913 – Deutschland im wilhelminischen Kaiserreich. Es ist [...]

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Okt 26 2009

… ein’ Blum’ und fallend Laub*

Autor Gunhild Simon Kategorie Kultur

Wildblumen

Foto: Manfred Schimmel

© bigmama / PIXELIO

Die Knospe der Blume ist das Versprechen des Erblühens, die Erwartung verborgener Pracht. Die Blume ist der Inbegriff erwachender Anmut. Mal klein und unscheinbar wie das vielbesungene Veilchen, mal strotzend vor Üppigkeit und Überfluss, wie die Rose, der man ihre Vorfahrin, die zarte Wildrose, kaum noch anmerkt.
Blumen sind ein beliebter [...]

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Okt 24 2009

Gutes Spielzeug!

Autor Gunhild Simon Kategorie Kultur

Kinderspiel

Pieter Bruegel d. Ä.

public domain

Weihnachten ist in Sicht! Wenn auch die kleineren Läden mit bunten Blättern und Kürbissen noch Herbststimmung verbreiten – im Supermarkt wird man allenthalben mit Weihnachtsgebäck und rotgoldenem Glanz darauf eingestimmt.
Weihnachten ist das Fest der Kindergeschenke. Und weil Kinder mit jedem neuen Jahr nicht nur aus den alten Sachen herausgewachsen sind, [...]

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Okt 18 2009

Funktionsverbgefüge

Autor Gunhild Simon Kategorie Grammatik

Funktionsverbgefüge

Foto: Reiner Rosenwald

© redcowboy / PIXELIO

Im normalen Sprachgebrauch verzichtet man gern auf Substantivierungen, weil sie steif und leblos klingen. Im juristischen und behördlichen Sprachgebrauch denkt man anders. Man verzichtet nur ungern darauf, denn Steifheit und Unlebendigkeit ist gewollt. In festgefügten Wortverbindungen aus Substantiven und Verben ist das Substantiv sinntragend.
Bei solchen Funktionsverbgefügen ist die Wahl des [...]

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Okt 17 2009

Unpersönliche Verben

Autor Gunhild Simon Kategorie Grammatik

Es friert

Foto: RoPi-1

© RoPi-1 / PIXELIO

Dass uns die Qual des Lebens mal unverschuldet, mal unversehens überkommt, davon weiß sogar die Grammatik. Hungern, dürsten/dursten, frieren, grauen/grausen, schaudern, schwindeln bilden eine unpersönliche Verbgruppe, die einen unangenehmen körperlichen oder mentalen Zustand ausdrückt.
Sie regieren ursprünglich den Akkusativ: mich hungert, mich dürstet, mich durstet, mich friert, mich graut, mich graust, [...]

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Okt 16 2009

Wodurch unterscheiden sich Hauptsatz und Nebensatz?

Autor Gunhild Simon Kategorie Grammatik

Wohin geht’s?

Foto: Rolf Handke

© rohavideo / PIXELIO

Dem Hauptsatz steht der Nebensatz gegenüber. Sie beide beschreiben ein Verhältnis von Überordnung und Abhängigkeit. Daran lassen die Termini keinen Zweifel.
Es stellt sich die Frage, welchen Nutzen es habe, den Unterschied zu kennen.
Der Nutzen liegt für den Muttersprachler, der sich um den Satzbau keine Gedanken macht, in der sicheren [...]

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Okt 15 2009

Herbstzeitlose – “Naked Girl” in der Oktobersonne

Autor Gunhild Simon Kategorie Natur

” Nackte Jungfer” – “Naked Girl”

Foto: Manfred Brückels

GNU Free Documentation License

Man traut seinen Augen kaum, wenn sich in der Oktobersonne an geschützten Standorten zartviolette Blütenkelche öffnen. Ein Anblick wie im März, wenn der Krokus blüht. Was hier, wie in der Jahreszeit verirrt, Früling vorgaukelt, ist die Herbstzeitlose. So vielsagend poetisch ihr Name, so erstaulich die [...]

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Okt 14 2009

Adverb, Adverbiale, Adverbialsatz

Autor Gunhild Simon Kategorie Grammatik

Mitspieler

Foto: Dieter Schütz

© dido-ob / PIXELIO

In der Grundschule versucht man, den Satzbau in das Bild von zusammenwirkenden Akteuren, “Mitspielern”, zu übersetzen. Neben den Wer-, Wessen-, Wem- oder Wen-Rollen, die für Subjekt und Objekte stehen, wird der Kern, das Geschehen oder das Tun, das ist im grammatischen Kontext die Satzaussage, das Prädikat ist, durch das Verb [...]

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Okt 13 2009

Was ist ein Adverb?

Autor Gunhild Simon Kategorie Grammatik

Es lichtet sich

Foto: Alfred Krawietz

© loocky / PIXELIO

Adverb – der Plural lautet Adverbien, abgeleitet aus dem mittlerweile ungebräuchlichen lateinischen Singular Adverbium – bedeutet “das zum Verb Gehörende”. Damit wird ausgedrückt, dass es das Verb als Satzaussage näher bestimmt.
Das bedeutet aber gleichzeitig, dass damit auch der ganze Satzinhalt gemeint sein kann. Daher ist die deutsche [...]

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Okt 10 2009

Infinitiverweiterung oder finaler Nebensatz?

Autor Gunhild Simon Kategorie Grammatik

Gliederndes Zeichen?

Foto: Clara Diercks

© YouAndIBoth / PIXELIO

Von der Reform der deutschen Rechtschreibung ist auch die Interpunktion betroffen. So wird die Kommasetzung jetzt weniger strikt gehandhabt, weil die Hevorhebung durch Kommata stärker in das Ermessen des Schreibers gestellt wird. Die gefürchteten Satzzeichen stehen also zunehmend im Dienst individueller Hervorhebung und Verständnissicherung.
Erweiterte Infinitive mussten nach der alten [...]

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